Die grosse Blog-Cäsur – DSVGO

Liebe Leser, wundert Euch nicht über eine etwas verstümmelte Seite,

Das europäische, angeblich dem Verbraucherschutz dienende Blog-Sabotage-Gesetz DSVGO ist bald in Kraft.

In den Medien hört man nur von „Organisationen“ und „Unternehmen“, die diese Verordnung betreffen soll. Da denkt jeder arglose Nutzer an Facebook oder grosse Internetlogistik-Unternehmen und Verkaufsportale wie Amazon oder Ebay. Denen geht das allerdings durchaus am Allerwertesten vorbei.

Nein, da dieses „Gesetz“ nicht in skalierter Form vorliegt, zielt es in erster Linie auf die Masse der einzelnen Blogger und sogar das elektronische „Vereinsblättle“ ist nicht ausgenommen.

Viele Blogs sind eher nichtkommerziell, meistens persönlich (etwas, was es nach der DGVSO auch nicht mehr so richtig gibt), gesellschaftkritisch, informativ und Autoren und unabhängige Journalisten bieten ein breites Informations-Spektrum und Meinungsvielfalt.

Honi soit qui mal y pense … die Umsetzung ist auch nicht EU-weit so richtig gleich, wie schon das Personenfotografie-Verbot zeigt. Es werden durchaus von den einzelnen Ländern „tailored“ Versionen verwendet. Nur in in der BananenRepublikDeutschland nicht – Aushebelung der Meinungsfreiheit unter dem Mantel des Verbraucherschutzes – etliche Blogger (vor allem im nichtkommerziellen Bereich) werden wegen der enormen Aufwände aufgeben.

Das Problem mit der Daten(un)sicherheit ist vielleicht auch bei der Blau-Äugigkeit von Cloud-Dienst Verwendern u.ä. zu suchen: Keiner weiss, wo die Daten WIRKLICH sind, wer dann tatsächlich Zugriff darauf hat – da hilft aber auch kein DSVGO.

Weiterhin die heftige Verwendung der Dienste von Drittanbietern zur Weiterverarbeitung in diversen Helferlein für Blogs und Webseiten:

Google-analytics, etc. für Statistik und die Cookie-sucht für Werbezwecke. Da wird aber mehr als die IP-adresse abgesaugt und verarbeitet.

Diese Masslosigkeit war dann ein Vehikel um das eigentliche Ziel zu treffen:

Die nackte IP-Adresse zum personenbezogenen Detail zu erklären ist Schwachsinn, da es RECHNERBEZOGENE Daten sind:

Es lässt sich da Blog-seitig noch der Standort des Rechners (Länder-Code, also nicht Ihre Strasse und Hausnummer) ermitteln – der Provider des Hosting-services auf dem der Blog läuft, kennt da schon ein wenig mehr als die IP: Betriebssystem und Browser, beispielsweise, natürlich die Uhrzeit des Zugriffs. Trotzdem könnte es auch Ihre Katze gewesen sein, die da im Internet unterwegs war, der Rechner weiss nicht wer vor den Tasten sitzt, ausser Sie wollen das und aktivieren eine Kamera z.B. im Laptop und zeichnen Ihre Sitzung auf. Danach werden dann beide Logs durch einen weiteren externen Prozess zusammengeführt, was schon ein wenig Hacking und kriminelle Energie (oder den Staatsschutz) erfordert.

Auf der IP-adressen Verarbeitung oder Kurzzeitspeicherung basieren aber viele der harmloseren Helferlein für Blogger, auch die wirksameren Spam-Schutz Plugins. Da kann man aber in den entsprechenden Funktionen (Kommentare, Kontaktformular u.ä.) direkt darauf hinweisen und eine Checkbox integrieren, welche die Dateneingabe erst frei gibt. Ob das reicht? Ich glaube nicht, da die DSVGO ein anderes Ziel verfolgt, als ein sinnvolles.

Und es gibt noch keine Präzedenz-Fälle und die Umsetzung ist absichtlich recht unübersichtlich – was darf man und was nicht?

Daher: Bis dieser Lindwurm erschlagen wurde gibt es keine Goodies mehr auf meiner Seite:

Besucherzähler, Top Ten (braucht IP) : Adieu! Dafür eine Datenschutzerklärung und ein sinnloses Cookie-Agreement, nur weil man WP benutzt, das ein paar technische Cookies braucht.

Social Buttons: Nur LinkedIn und Twitter über eine 2-click Lösung von shariff –  ohne automatische Übertragung des Besuches meiner Seite ins Benutzerprofil eines gleichzeitig im Social Network eingeloggten Nutzers beim Laden eines meiner Beiträge.

Wenn ihr mich zukünftig erreichen wollt – email ist persönlicher als Kommentar, alles dazu Nötige steht in meiner Kontakt-Info.

Wer seine Privatsphäre total schützen will, benutzt besser einen Onion-Router oder VPN-Tunnel, da ist alles anonym.

 

Waiting for Christmas 2017

Weihnachten nähert sich und das Jahr 2017 mit all seinen Turbulenzen und Krisen neigt sich dem Ende zu … manche werden sagen „Jetzt kann es nur noch besser werden!“.

Nichts desto trotz wollen wir ein bisschen Weihnachtsglanz verbreiten, mit unseren fraktalen Grusskarten:

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Weihnachtsfraktal: Frohes Fest! ©scrano 2016
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Fraktaler Gruss: X-Mas tree in a snow globe ©scrano 2015
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Wintersonne ©scrano 2015
Winter Fir
Winter Fir

Free Download als persönliche Grusskarte – aber bitte mit Attribution (nennt Quelle/ Urheber – oder linkt zu unserer Seite).

Titelfraktal: „The Arrival ©scrano 2016“

Trick or Treat …?

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Halloween Greetings ©scrano 2017

Halloween steht ja vor der Tür, damit es aber nur Süsses gibt, kein Kater droht und nicht in den sauren Apfel gebissen werden muss:

  • Qualitätsmanagementsystem up to date?
  • Schon mal an SPC oder FMEA gedacht?
  • Was so in Datengräbern schlummert:
    • Statistikkenntnisse aufpolieren ?
    • Datenbanklösung aktualisieren?

Zu allen diesen Fragestellungen haben wir etwas anzubieten … wir besuchen Sie auch gerne an ihrem Stand auf der Produktronica ’17 in München.

Dann also: Trick or Treat, und lassen Sie sich den Apfel schmecken.

apple_inversion_by_scrano-d91n80d

Fractal Apple Core ©scrano 2013

Thanks for stocks:
Federn-effektpinsel:fallnbrushes,
kitty:csyyt,
candle:darklingstock

Fraktal „Halloween Mandala“ by scrano

PVD: Wie erreicht man Schichthomogenität?

Schichthomogenität, die sogenannte „uniformity“ ist unerlässlich für alle Anwendungen von PVD.

Ziel einer guten „uniformity“ ist es, auf einem Substrat nur geringfügige Schwankungen bezüglich der Schichtdicke bzw. des Schichtwiderstandes oder auch optischer Parameter zu erhalten.

Eine einfache einzusehende Voraussetzung ist es, dass das Target größer ist als das zu besputternde Substrat. Bei einem z.B. 6 “ Substrat sollte das Target eine Größe von 8 “ haben. Der Grund dafür sind Randeffekte beim Abtrag durch die Sputtergasionen und die Raumwinkeleigenschaften des erodierten Materials in Bezug auf das Substrat. Hier spielt auch die Anordnung der Magnete im Targethalter bei einer Magnetron-PVD-Anlage eine Rolle. Der Einsatz eines Substrathalters für mehrere Substrate, z.B. einer beweglichen Palette oder eines Drehtellers, hat ebenfalls eine sehr grosse Auswirkung auf die angestrebte Schichthomogenität.

Die Uniformity hängt von vielen weiteren Prozessparametern ab:

  • Abstand Targetoberfläche zu Substratoberfläche
  • Gasfluß (z.B.: Argon)
  • Prozessdruck
  • Leistung
  • Verweildauer von Substraten unter dem Target bei beweglichen Substrathaltern
  • Prozesszeit: Zu kurze Abscheidezeiten begünstigen Inhomogenitäten
  • festes oder variables Magnetfeld bei Magnetrontargets
  • Bias – (schon wieder der … Joker und Alptraum von Beschichtern, das gibt einen extra Artikel)

Bei beweglichen Substrathaltern für sogenannte Batch-Anlagen, wie sie in der Produktion eingesetzt werden, müssen vor allem für Drehteller einige Korrekturen vorgenommen werden:

Die Schichtdicke weist wegen der radial abhängigen Deposition einen Gradienten auf, auch andere Parameter können betroffen sein, z.B. bei reaktiver Abscheidung von optischen Schichten auch der Brechungsindex etc.

Abhilfe schafft eine Blende vor dem Target, welche diese Abhängigkeit kompensiert. Diese ist für jedes Targetmaterial resp. dazugehörigen Prozessparametern  individuell anzufertigen und zu kennzeichnen – Verwechslung, z.B. nach Reinigung, führt zu Qualitätsproblemen.

Da die Form etwas anspruchsvoll ist, muss der Blendenauschnitt berechnet werden:

Als erstes ist die Schichtdickenverteilung auf dem Substrat ohne Blende aufzunehmen und zu dokumentieren. Dies kann durch die Belegung mit Schwingquarzen geschehen, die eine sehr genaue Dickenmessung zulassen. Diese Daten stellen den Input eines speziell dafür ausgelegten Algorithmus dar, der zunächst in erster Näherung eine Ausschnittsform berechnet. Nun erfolgt eine zweite Abscheidung mit der Roh-Blende, und identischen Prozessparametern, wie bei der ersten Abscheidung. Anhand der Basisform der Blende und der neuen Verteilung der Schichtdicken lässt sich nun berechnen, wie die Blende weiterbearbeitet werden muss, damit eine noch gleichmässigere Abscheidung zustande kommt. Durch mehrere solche Durchläufe iteriert man sich schliesslich zum optimalen Blendenausschnitt.

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Schichtdicke ohne Blende
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Schichtdicke mit Blende

Das Target sollte für solche Korrekturmassnahmen gut konditioniert und nicht schon am Ende seiner Lifetime angekommen sein. Ideal wäre es, wenn alle Korrektur-Runs in kurzem Zeitabstand hintereinander standfinden würden, so dass der unterschiedliche Abbrand des Target zu vernachlässigen ist.

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Die spezielle Form der Blende, am unteren Rand schmale, und auf der gegenüberliegenden Seite große Öffnung, ist bedingt durch die Rotation der Substrate unter dem Target (radial abhängige Geschwindigkeit). Die schmale Aussparung zeigt zur Achse des Drehtellers, wo die Winkelgeschwindigkeit geringer ist, als am äusseren Rand und mehr Material abgeschieden wird.

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Wie wir gesehen haben, ist eine Uniformityblende von großem Nutzen, um die Schichthomogenität zu optimieren. Doch wie immer, gibt es auch Schattenseiten. Über die Zahl der Abscheidungen wächst das Material auf der Blende stetig an, und führt dazu, dass es, wenn es zu dick geworden ist, und ggf. auch noch hohen mechanischen Stress in sich trägt, abplatzt und zu einer Partikelquelle wird.

Neben den Radialblenden gibt es noch sogenannte Kollimatoren, die dazu dienen, dass erodiertes Target-Material nur aus einem bestimmten Raumwinkel zur Abscheidung  auf das Substrat gelangt. Kollimatoren sind nützlich zum Verfüllen von Löchern oder Gräben, ohne dass an deren Seitenwänden ein übermässiges Schichtwachstum entsteht. Eine Variante besteht aus einer Art Röhre mit darin befindlichen Wabenstrukturen. Auch bei ihnen besteht die Gefahr der Partikelgenerierung, sie müssen daher, wie Radialblenden entweder  mit einer spannungsausgleichenden Haftschicht überzogen oder sehr häufig gereinigt werden.

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Fractalirium: Spiral Dance

Alle Fraktalgraphiken und Bilder: ©scrano. Sie sind als Poster oder Kalender erhältlich. Anfragen bitte via email an unsere Adresse.

Fractalirium: Alles Jeck … oder was?

Von den tollen Tagen geht es in die Fastenwochen vor Ostern – vielleicht ein kurzer Moment des Innehaltens gefällig ? In unserer Zeit mit all der absurden Spass-Orientierung glaubt man fast, dass andauernd Karneval wäre. Da sind die Aschermittwochs wichtiger denn je – aber Nüchternheit ist ja leider aus der Mode gekommen.

Titelbild: Cracker Jack @scrano 2016

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Karnvalsgeist @scrano 2014
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Booo …! @scrano 2015

Und schliesslich am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei …

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Wasser des Lethe @scrano 2014
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Memento Mori @scrano 2013

 

 

Fractalirium: Die vielfältige Welt der Julian Discs

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Der grosse Uhrmacher ©scrano 2015

Julian Disc Formen werden mit Flammenfraktal Generatoren wie Apophysis oder JWildfire erzeugt. Mit ihnen kann man coole Steampunk Designs gestalten, oder zauberhafte Feenwelten.

Alle Fraktalbilder: ©scrano. Sie sind als Poster oder Kalender erhältlich, Anfragen via email an unsere Adresse.