Eine Lanze für den Pinguin:
LINUX, Bastler und diverse Früchtekuchen

 

Das leckere Elektronik-Obstgebäck heisst Banana-Pi, oder das Ur-Modell, mittlerweile schon Kult: Raspberry-Pi. Das ideale Spielfeld für Elektronikbastler, da preiswert, mit vielerlei Peripherie-Zubehör ausgestattet und einfach programmierbar: Die schnell erlernbare Programmiersprache PYTHON macht es möglich. Dabei ist der Kleine PI ein veritabler LINUX-Computer und auch als Messrechner einsetzbar, wie die einst legendäre BASIC-Briefmarke aus den 1990igern. Keine Angst vor Linux: Der Umgang mit dem Pinguin TUX ist mittlerweile sehr relaxed, auch wenn er einen Frack trägt. Es existiert auch schon eine grössere Netz-Community für intressierte Bastelfreunde, wo man sich über Tipps und Tricks austauschen kann.

Mehr gibt es hier:

  • LINUX bei wiki
  • Raspberry PI Einplatinenrechner für Schul-und Lernzwecke, auch zum Realisieren eigener elektronischer Projekte.
  • Hackaday, elektronische Bastlerzentrale mit Blog und Store
  • S.L.U.G: Shropshire Linux User Group
  • Youtube video blog: 101Blog von John Alexander mit Tips und britischem Humor allerdings in englischer Sprache

Nur keine Panik, etwas Geekery muss ab und zu sein! Ausserdem, warum nicht mal Interesse für Kommunikationsmedien ausserhalb des User-Levels zeigen? Vielleicht findet der eine oder andere ein neues Hobby?

Die wirkliche „Computer-Literacy“ nimmt nämlich erschreckend ab – ein wenig am PC herumspielen und Facebook zu nutzen macht aus unserer Jugend noch lange keine echten Freaks oder Geeks, wie wir das noch waren. Im Gegenteil, die reine Konsumentenhaltung mit keinerlei Wissen um die „Black Box“ deren Tasten oder Touchdisplays da betätigt werden ist leider weit verbreitet. Das macht uns auch anfällig für Intransparenz und Abhängigkeiten. Big Brother is Watching You! Also, ran an die Platine und den Lötkolben angeheizt! Nicht bloss den Daumenreflex trainieren.

Die Interpretersprache*** Python ist das dabei neue GFA-Basic, Veteranen des Hardware-Hacks und der OO-Codes der ersten Stunde werden sich erinnern. Ausserdem ist es nach Monty Python benannt, egal was da für schuppige Biester auf den o’Reilly Büchern abgebildet sind.

Und wer keine Früchtekuchen mag, oder Pinguine hasst, weil sie ihn an gestrenge Klosterfrauen erinnern:

Für den gibt es noch die italienische VESPA unter den Scheckkarten-Rechnern: Arduino, er eignet sich besonders für reine Hardware-Hacks, da er hauptsächlich aus einem Mikrokontroller besteht. Ausserdem läuft er gut mit Akku oder Batterie, also auch etwas für autonome Lösungen. Zudem lässt er sich leicht programmieren: Projekte lassen sich schon mit wenigen Codezeilen umsetzen.

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***man kann mit Python genau wie früher bei GFA-Basic echte und auch recht flott laufende executables erstellen, da es auch über einen Compiler verfügt.

Altersdiskriminierung – nein danke!

Vor allem auch an den Universitäten macht sich Altersdiskriminierung breit – dabei haben ältere Semester nachweislich höheren Studienerfolg und das Märchen vom Jung-Genius in den MINT-Fächern ist schon lange überholt, selbst in Mathematik. Eine nette „urban legend“, mehr nicht. Die gab es vielleicht mal in UNSERER Generation, weil wir als Studenten nicht mit allen Mitteln der Zeitvertreibsgesellschaft ausgerüstet waren und noch TATSÄCHLICH in der Garage bastelten. Und auch meistens nur in den USA, da man es dort mit einer von selbsternannten Eliten beherrschten formalen Ausbildung nicht so ernst nahm.

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Doch zurück zum Grauwerden: Wie das Rätsel der Sphinx es ausdrückt – jeder muss sich mit dem Alterungsprozess abfinden – dann ist Schluss mit rosa Brille, Licht und Liebe und sonstigem Eskapismus-Torheiten. Da hilft auch kein Pseudo-Schamanentrip mit Ayahuasca-Session in irgend einem verlausten Dschungelcamp. Auch Botox und das Festtackern der Gesichtshaut hinter den Ohren sind irgendwann überstrapaziert. Und bei Brüsten, liebe Mit-Genossinnen, ist die Schwerkraft nun einmal unerbittlich. Die Realität holt jeden ein – davor kann man auch nicht in virtuelle Welten flüchten, trotz der Flut von sinnlosen Zerstreuungsmöglichkeiten, die es gerade bei den elektronischen Medien gibt, und mit denen uns ein rosa Schleier über die traurige Wirklichkeit gebreitet wird. Den Gipfel des Ablenkungs-Schwachsinns stellt gegenwärtig der Pokemon-Go Hype dar – jetzt müssen Unternehmen schon MA anweisen, in Gefahrenzonen das Fangen virtueller Monster zu unterlassen! Was für eine Welt von ERWACHSENEN haben wir da mit unseren gut gemeinten, aber mittlerweile als fragwürdig geltenden, libertären Erziehungsmodellen geschaffen? Wenn früher jemand unsichtbare Ungeheuer fangen wollte, hat man ihn in eine Zwangsjacke gesteckt – und das vollständig zu recht!

Wehrt Euch, liebe Silberfüchse- und Innen, wir sind bald in der Mehrheit – dann lassen wir uns nicht mehr gängeln oder abschieben! Statt Spassgesellschaft mit dem Augenmerk auf „work-life“ Balance soll wieder Einsicht, Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein über Ego-Posieren und dreiste Spiegelfechterei siegen! Bekämpfen wir den Jugendwahn! Die Welt ist kein Spielzimmer.

Lieber Anstand und Verstand als einen kulturellen und sozialen Notstand, wie wir ihn gerade erleben!

Ein Nachtrag:

Zum Thema Personalien bei Bewerbungen und dem Argument, dass aus Gründen der Vermeidung von Diskriminierung das Geburtsdatum (bei einigen wenigen Jobportalen) nicht mehr angegeben weren muss:

Ist doch totaler Unsinn, da im CV eine CHRONOLOGISCHE Aufstellung mit Datum des z.B. Hochschulabschlusses erwartet wird – also was soll’s. Schmäh, Zynismus und Hohn.

Neueste Blüte: Schulungsmassnahmen für ältere hochqualifizerte Arbeitslose.

  • Vielleicht kann man ja bei dem hier eine Fortbildungsmassnahme buchen … zumindest keine Spur von Thanatophobie, wie sonst in der Gesellschaft.
  • Selbst bei LinkedIn hat man was gemerkt.
  • Und der VDI warnt schon länger.
  • Noteninflation: Die Studierenden haben es einfach nicht mehr drauf – deshalb werden selbst die grössten Nieten noch mit Bestnoten bedacht – wollen Sie wirklich so jemanden Projekte anvertrauen?
  • Die immer kläglicher ausfallenden Resultate sprechen für sich – da muss dann eben mit Software getrickst werden, wenn die jugendlich-nassforschen Ingenieure bei der Motorentwicklung versagen.
  • Aber für so gesellschaftsrelevante Berufe wie
    • Social Media Manager – im Ernst ?
    • oder SEO-Optimierer – das Glanzstück – reicht es dann vielleicht noch.
  • Dass viele der Unternehmen mit ihren Anzeigen, in denen vom „jungen Team“ geschwärmt wird, oder deren Aufmachung (das ach so trauliche „Du“) bestimmte Zielgruppen anspricht und auch bewusst welche ausgrenzt, sogar einen Rechtsverstoss begehen, sollte auch viel stärker bewusst gemacht werden.
  • Wehrt Euch, ältere Semester, notfalls mit Klagen! Die Beweislast liegt bei den  diskriminierenden Unternehmen – ganz richtig.

Und noch ein rosa BonBon zum Schluss:

Wer von Euch OverSexties hat ein Mobile Phone – Handy sagen nur dumme Gören und Mainstream-Moderatoren mit IQ unter null – zuhause?

Da dürfte wohl das Angebot der magentafarbigen Dele…geh Firma interessant sein: Jede Menge günstige Tarife nur für JUNGE LEUTE, KEIN! einziges solches Paket für Renter oder Senioren. Da wir für den „hippen“ Laden wohl nicht existieren, sollten wir diesen Gefallen ruhig zurück erweisen. Bilder der glücklichen Kundengemeinde sprechen wieder einmal Bände.

Schämt Euch! Ab ins nächste Mauseloch, Iht Jugendwahnsinnigen.