The night, the i-Phone died – reboot!

und zwei Nachträge

… frei nach Boney M. oder Paper Lace

„et tu Brute …?“ – Nicht nur bei Apple – Galaxy Note 7 hat auch Blähungen und einen bombigen Charme.

Im September letzten Jahres habe ich die Urfassung dieses Posts eingestellt, und musste seither laufend aktualisieren:

I-Phone 3 GS, plötzlich im letzten Sommer:

Stadium 1 - Pop Up display ist wohl anders gemeint …
iphone 3GS Stadium 1 – Pop Up display ist wohl anders gemeint …
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Stadium 2 – Mindbending, ganz ohne Uri Geller …
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iphone 3GS Power Pack  – ready to blow up! Wie ein mini-Airbag, die stammen auch von Explosivstoffen ab – Landminen „Claymore style“.

Da denkt man nix Böses und legt sein altes i-phone 3GS abends auf den Nachttisch, und am Morgen danach … eine Blähung wie nach dem Genuss von Bohnen „Western Style“. Es war zwar nur noch als i-Pod eingesetzt – z.B. im Auto oder beim Sport – aber immerhin.

Subaru warnt eindringlich davor, solche Lithium-Gel Pack (Lipo=Lithium Polymer) bestückten Geräte im Auto (z.b. am Autoradio hängende usb-devices, wie mein altes Smartphone) zurückzulassen, wegen Brandgefahr. Na ja, Lithium ist ein Alkali-Metall wie Natrium oder Kalium und brennt an Luft oder bei Wassereinwirkung besser als Phosphor, was auch dem Entstehen entzündlicher Gase geschuldet ist – wenn also der Beutel platzt … dann gibt es schlimmstenfalls ein Wildfyre, wie neulich bei Cersei in „Game of Thrones“, nur im Kleinmassstab. So schön grün leuchtet es auch nicht … LiPos enthalten zwar nur wenig metallisches Lithium, im Gegesatz zu Li-Metall Batterien (nicht rechargeable), dafür bringt der „thermal runaway“ auch genug Energie für grössere Brände, eben auch wegen der Gase, und der Gefahr der „Ansteckung“ noch intakter Zellen in der Nähe des defekten Packs.

Also – fachgerecht entsorgen, und solche Zeitbomben nicht unbeaufsichtigt vor sich hin ticken lassen. Mein i-Phone war immer funktionstüchtig und bis zuletzt ohne Mucken oder merkbare Akku-Probleme (Hitzentwicklung) in Gebrauch.

Dass hier nicht nur Apple betroffen ist, sondern Li-Akkus generell mit Vorsicht zu geniessen sind, zeigt das Video der EMPA.

Tja, und nun hat es eben auch Samsung erwischt: Immer mehr Power für immer mehr (unnütze) Spielereien – und extra dünn und billig soll es auch noch sein! Da braucht man sich nicht wundern, dass die gegenwärtige Polymerakku-Technologie das nicht leisten kann, ohne Restrisiko (Fertigungsprobleme, vielleicht auch ein Design, das die Grenzen ausreizt und leichter zu Kurzschlüssen führt).

Und jetzt die Krönung: Manche der neuen drahtlosen Kopfhörer für Smartphones nutzen auch Li-Polymer-Akkus. Also hat man dann einen Satz heisse Ohren, sozusagen …? Gut die Dinger in den Ohrstöpseln sind klein … aber trotzdem.

In Hörgeräten werden jedenfalls NiMH Akkus verwendet, wenn überhaupt. Da gilt es wohl medizinische Zulassungen zu beachten. Bei  „in ear“ Kopfhörern – kein grosser Unterschied – anscheinend und unglaublicherweise nicht ? Ich habe deswegen vor solchen mini-Funk-Earphones immer etwas zurückgeschreckt – trotz des nervigen Kabelsalats der üblichen Kopfhörer.

Mit gefahrlosem blauen Dunst ist es auch vorbei, nun ist die e-Zigarette ebenfalls ein echter Knaller?

Tja, ist es das, was wir dann beim e-Auto unterm Hintern haben – den elektrischen Stuhl ? Ich dachte, den hätte der olle Edison erfunden, um den Wechselstrom zu verteufeln, aber jetzt funktioniert er sogar mit Gleichstrom …lol!

Zumindest kann es ein heisser Stuhl werden …!

Und wenn nichts mehr geht, dann das!

Nachtrag, heute 23.1.2017 → Samsung Statement zum S7 Problem

und weiter stellt sich nun die Frage: Was tun, wenn’s brennt …

Feuer in Samsung Werk für Smartphone-Batterien, ausgelöst durch Akkubrand – 9.2.2017.

Ausserdem e-Bike Akkus, die schon ein Parkhaus, Wohnhaus- und Fahrradgeschäft abgefackelt haben.

Langsam wächst sich das zu einer Epidemie aus.

Für Autos würde ich mir die Wasserstoff-Brennstoffzelle (schon seit den späten 1960iger Jahren im Gespräch) als Alternativstromquelle wünschen – klingt vielleicht gefährlicher als Akku, ist aber letzlich sicherer und Li ist auch kein unerschöpflicher Rohstoff.

In der Weltraumfahrt ein alter Hut und als sehr zuverlässig bewährt, für die Marine als geräuschloser U-Boot Antrieb im Einsatz, sogar als Blockkraftwerk für dezentrale Stromversorgung geeigntet, sind Brennstoffzellen wahre Alleskönner und der Schreck der E-Grosskonzerne.

Durch den ungerechtfertigten Akku-Hype für die e-Mobiliät (eine Sackgasse!) sind sie leider wieder in Gefahr in der Versenkung zu verschwinden.

Ach ja, zuletzt noch ein Kuriosum:

Falls einem die Blähakkus arges Kopfzerbrechen bereiten, vielleicht hilft ja das:

Bläh-Aspirin C nach Aufenthalt in einem feuchten Rucksack und anschliessender Hitzebhandlung im parkenden Auto.
Bläh-Aspirin C nach Aufenthalt in einem feuchten Rucksack und anschliessender „Hitzebhandlung“ im parkenden Auto. Nur gut, dass dieser Aufblas-Effekt nicht zur Entzündung führt.

 

Apple: Vom Techno-Kult zum Spielzeug-Produzenten …?

Nicht mehr so ganz knackig - der Techo-Apfel aus Cupertino.
Nicht mehr so ganz knackig –
der Techno-Apfel aus Cupertino.

i-watch 2.0 – leider muss ich meine Rezension vom vergangenen Herbst wiederholen und noch eins draufsetzen: Das i-phone 5 wurde wieder aufgelegt und kam mit neuem Acorn-Core gepimpt wieder in den Handel. In Barbie-Metallic-Farben und wenig wertig. Die i-Watch schwächelt nach wie vor, Grossdisplay i-phone 6 bog sich durch,  iphone 7 entpuppt sich mittlerweile als Ladenhüter … Kontroverse Neuigkeiten über das Nachfolgemodell i-phone 8 erzeugen eher Zweifel bei der Anhängerschaft.

Dazu kommt noch, dass in letzter Zeit ein IOS-Update Debakel das nächste jagte -und dann auch noch ein Clinch mit dem FBI. Und nun eine Neuauflage der Akku-Blähungen, die wir mit der 3GS-Serie überwunden glaubten.

Oh Gott Steve … Du würdest Dich wohl im Grabe umdrehen ! Eine Show wurde abgezogen, um eine Digitaluhr zu präsentieren, die jeden Abend gefüttert, also aufgeladen werden muss und zu dem auch noch wenig chic aussieht. Nur weil es quasi eine „i-Watch“ ist, kauft eine Vielzahl Menschen diese Uhr, wahrscheinlich um IN zu sein. Die Apple-Community wird den eitlen Tand schon schlucken …“ hook, line and sinker“ , wie es so schön heisst. Ich will ja nicht I-Quatsch dazu sagen – aber ehrlich: Geht’s noch? Die Gross-Display Version des i-phone 6 ist auch nicht unbedingt der Knaller. Die Handys der Mitbewerber sind eher besser als schlechter. Der besondere Gimmick ist wohl, dass man damit bezahlen kann, und dass es beonders „flexibel“ ist. Wer braucht so was? Die Sprachqualität meines Uralt- Nokia 6310i ist deutlich besser und die Standzeit beträgt heute noch mindestens eine Woche. Daran wird nicht gearbeitet. Hauptsache man kann mit dem schicken Schein posen. Aber das ist ja heute das Wichtigste.

Also zurück zum bewährten i-phone 5, auch weil einhändige Bedienbarkeit für ein Telefon doch ein Argument bei der Grösse darstellt? Praxistauglichkeit statt Spielmobil. Jetzt das neue Zugpferd i-phone 7, auch nix Weltbewegendes zu bemerken. Besonders in puncto Schutz vor dem „Big Brother“ mauert der angebissene Apfel. IMSI-catcher Detektion – Fehlanzeige! Stattdessen jede Menge Kommerz-Apps. Da freut sich aber „the man in the middle“ tierisch.

An der professionellen Workstation MacPro wird nicht geschraubt oder an anderen Innovationen, wie sie einer ehemaligen Techologieschmiede würdig wären. Schickes Design allein macht Apple NICHT aus. Es war eher die alte Bauhaus (nicht die Baumarkt-Kette … ) Devise: „Form Follows Function„. Und maximale Gebrauchstüchtigkeit !!! Ein MacBook extrem zu verschlanken ist auch nicht der geniale Bringer, das geht ab einem gewissen Mass zu Lasten der mechanischen Robustheit. Man möchte das Teil ja irgendwo hin mitnehmen, ohne das es gleich auseinanderfällt.

Zum Thema MacBook Pro & „planned obsolescence“ … ein Laptop, das man, obwohl es noch vollkommen funktionstüchtig ist, nach wenigen Jahren Gebrauch  wegwerfen soll, weil ein einziger Baustein (SMC) das Problem ist … dazu ist dieser noch so auf dem Motherboard angebracht, dass man ihn kaum ersetzen kann … kein Glanzstück an Nachhaltigkeit! Dieser eigentlich auf einer austauschbaren Platine anbringbare Logik-Chip ist in den Mac-Foren schon lange ein Dauerbrenner für Unmutsäusserungen, weil Nutzer sich abgezockt fühlen. Bei einer sub-Standard Garantiezeit von einem Jahr ist das ein weiterer Tropfen in einem schon ziemlich vollen Fass.

Noch dazu sind die Apple Books von ihrer Performance sehr gut und wären  lange einsatzfähig ohne dass man sich gleich nach der nächsten Generation sehnt.

Nebenbei, ich war solange Steve Jobs noch seine ausserordentlichen Produkte vorstellte, eindeutig ein Apple-Fan. Ich habe eine komplette Apple-Zone zu hause, die alte PPC-Linie: G4,G5, und trotz der von mir nicht sonderlich geschätzten Intel-CPU: MacMini, MacBookPro, und auch das iPhone bis Version 5.Die Motivation: Das stabile UNIX-basierte Betriebssystem, welches trotzdem intuitiv bedienbar ist – da kann Linux heute noch nicht mithalten – ok, beim Android-Cell Phone wird es besser. Dennoch ist Linux/Unix doch mehr für uns Server Admins gemacht.

Also, Applianer, hört auf solche kindischen Produkte vorzustellen, macht wieder Kult!

Warten wir ab, bis den Fans die Augen aufgehen, und sie aus dem Rausch aufwachen. Wie beim Märchen: Des Kaisers Neue Kleider von Hans-Christian Anderson.

Vielleicht gibt es dann wieder gute Neuigkeiten von Apple, es war ja schon mal so, als Steve Jobs wieder in seine Firma zurückkam. Fragt sich nur, wer ist jetzt sein geistiger Erbe?

Apple ist schliesslich keine Spielzeugfirma.

Hoffentlich!

crystalball

Wo bleiben die genialen Ideen? Wo die technischen Visionen …?