Until Hell Freezes over …

Eiswürfel in der Hölle … je nach thermodynamischen Modell wird es für ihn ungemütlich. Ice cube in Hell ©scrano 2013
Eiswürfel in der Hölle … je nach thermodynamischen Modell
wird es für ihn ungemütlich. Ice cube in Hell ©scrano 2013

… bis die Hölle zufriert, ein Ausspruch, der sinngemäss dem St.Nimmerleins-Tag gleicht. Andererseits, die Hölle der alten Griechen oder Römer war eher ein kalter, feuchter und dunkler Ort. Im 9. Kreis der Hölle aus Dante’s Inferno steht der Satan sogar festgefroren, zu Eis erstarrt und gefesselt – also:

  • Die Sache mit der Höllenglut ist wohl nur feuriger Sündenpredigerei geschuldet … und der Vorstellung des hinkenden Schmiedegottes Hephaistos in seiner Schmiede unter dem Ätna sowie des römischen Glaubens, die phlegräischen Feldern bei Neapel wären der Eingang zum Hades (nicht so sehr wegen der Hitze, eher auf Grund des Schwefel-Gestanks und der durch Gase hervorgerufenen „Stöhnlaute“).

Trotzdem lohnt sich folgende physikalische Spassbetrachtung (thermodynamisches Problem „Hölle“ – sozusagen).

Während der Abschlussklausur in Physikalischer Chemie an der University of Washington wurde tatsächlich diese Frage gestellt:

Bonus Frage: Ist die Hölle exothermisch – (gibt Hitze ab) or endothermisch – (absorbiert Hitze)?

Die meisten Studenten argumentierten mit Boyle’s Gasgesetz (Zustandsgleichung idealer Gase), oder einer Variation (Gas dehnt sich bei Erwärmung aus, und kontrahiert bei Abkühlung etc.).

Ein Student allerdings gab sich richtig Mühe:

Zuerst muss man die genaue Masse der Hölle und deren zeitliche Veränderung kennen. Also müssen wir die Gleichung für das thermodynamische Gleichgewicht aufstellen und eine Rate bestimmen, in der Seelen in die Hölle gestürzt werden oder daraus wieder entkommen. Gehen wir in Vereinfachung davon aus, dass keine Seele die Hölle verlässt, wenn sie erst einmal dort ist. Wieviel Seelen in die Hölle kommen – dazu muss man sich die Eingangsbedingungen der unterschiedlichen Religionen für diese Art jenseitigem Straflager ansehen. Da es viele Glaubensgemeinschaften gibt, die fest überzeugt sind, dass alle Andersgläubigen in die Hölle kommen, und es etliche solche Gruppen gibt, kann man schlussfolgern, dass wohl alle Seelen in die Hölle kommen. Berücksichtigt man die Entwicklung von Geburts-und Sterberaten, bedeutet das ein exponentielles Ansteigen der Seelenzahl in der Hölle.

Ziehen wir jetzt Boyle’s Gasgesetz heran, um die Volumenveränderung der Hölle abzuschätzen: Damit die Temperatur in der Hölle konstant bleibt, muss sie proportional zur Seelenzahl expandieren. Dadurch ergeben sich drei Möglichkeiten:

  1. Eine isotherme Ausdehnung ins Unendliche, wenn Expansion und Zuwachs an Seelen gleich sind.
  2. Ist die Expansionsrate kleiner als die „Seelenzufur“, werden Druck und Temperatur im Orcus solange zunehmen bis die Hölle im wahrsten Sinn des Wortes „losbricht“.
  3. Expandiert nun die Hölle schneller als die Nachschubquote an Seelen, dann wird die Temperatur fallen, bis der Gefriepunkt erreicht ist.

Welches ist nun der realistische Fall?

Wenn wir als Entscheidungskriterium die Tatsache wählen, dass im Erstsemester meine Annäherungsversuche an eine gewisse Mitstudentin mit den Worten abgeschmettert wurden: „Eher schneit es in der Hölle, als ich Dir meine Telefonnummer gebe …“ und berücksichtigen, dass ich hier immer noch keinen Erfolg hatte:

Variante 3 kann wohl ausgeschlossen werden – also kann man davon ausgehen, dass im Fall der Hölle entweder ein Gleichgewicht oder ein exothermer Vorgang zugrunde liegt.

Der Student erzielte die einzige Eins in dieser Klausur und der Professor stellte die originelle Lösung in Web.

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Herrscher einer Eis-Hölle: Satan nach William Blake.

Reduziert: Kunst-Kalender 2017 – als Präsent oder für das eigene Büro

Einige Ansichts-Exemplare für 2017 habe ich drucken lassen. Das Ergebnis ist sehr schön geworden. Preise kann ich daher auch angeben:

  • 20×20 cm Quadrat 24.95neu 14.95 €
spiral
Titelblatt: Fraktale 2017, Titelblatt, leider nur ein Foto, daher nicht so schön wie das echte.
  • 30×30 cm Quadrat 34.95 €
  • DIN A4 quer 24.95neu 14.95 €
schwtz
Schwetzinger Park in den Jahreszeiten – Titelblatt, leider nur ein Foto, daher nicht so schön wie das echte.

 

  • DIN A3 quer 34.95 €

Für unsere Kalender enthalten bei Quer- und Quadratformat ein zweizeiliges Standard-Kalendarium für 2017. Dies ermöglicht maximale Bildgrösse.

Die Kalender besitzen 12 Monatsblätter, ein Deckblatt und ein Rückblatt. Die Bindung erfolgt mit Metall-Spirale incl. Aufhänge-Öse.

Der Hintergrund ist nicht einfach weiss, sondern farblich und saisonal passend gestaltet, weiss ist auf Wunsch natürlich möglich.

Demnächst gibt es unsere Kalender auch bei ebay und dawanda zu beziehen.

  • Selbstabholung möglich, Versandpauschale 5 €.
  • Bei Versand: Rückgabe der unbeschädigten Ware ist möglich bis 14 Tage nach Erhalt.
  • Bei Selbstabholung: Rücktritt von Kauf nur direkt nach Ansicht der Ware.

Unsere Kalender sind keine Massenware, auf Wunsch können ohne Aufpreis zu einzelnen Blättern kleine Begleittexte erstellt werden, Pflanzenbeschreibungen etwa, oder andere Erläuterungen. Gedichte oder Aphorismen sind ebenfalls möglich.

Die Auflage ist auf eine Kleinserie <100 pro Motiv begrenzt. Einzelne Blätter gibt es auch als Poster bis ca. DIN A2, Versand oder Selbstabholung. Verpackung in einer Papprolle.

Posterpreise von ca. 9 € – 29 €. zzgl. 5 € Versand. Exakte Preise und Grössen auf Anfrage.

Motive:

  • Schöne Pflanzen aus heimischen Gärten und Fluren – Querformat.
  • Fraktalkunst – Quadratformat.
  • Mandala und Kaleidoskop – Quadratformat.
  • Mandala und 3D-Fraktale gemischt – Querformat

Motive aus unseren Kalendern:

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Pulsatilla aus einem unserer Pflanzenkalender
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Gartenmoschee im Herbst aus einem unserer Schwetzingenkalender
Time Passages aus dem Schwtzingenkalender
Time Passages aus dem reduzierten A4 Querformat Schwetzingenkalender
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Memory Effect aus einem unserer Mandalakalender
"Der Kuss" aus dem Fraktalkelender
„Der Kuss“ aus dem reduzierten 20×20 cm Quadratformat  Fraktalkalender

Alle Fotos und Digital Art: ©Christian und Claudia Reuter.

Steampunk Welten: Kapitän Nemo trifft Captain Kirk

Steampunk – das Wort haben viele schon gehört … vielleicht? Es handelt sich hier um eine komplette Subkultur, die eigentlich zurück auf Werke von utopischen Schriftstellern des frühen 19. Jhd. geht. Dazu kommt ein als magisch empfundenes Element, z.B. Alchemie oder Einflüsse aus der Horror-Literatur. Gemeinsam ist allem die Konstruktion einer Alternate Reality (AU). Dieses wurde schon in anderen Genres versucht, wie in der SciFi, wo meist eine fortschrittsorientierte, positiv aufgeladene Zukunftswelt vorgestellt wurde: Das Star Trek Universe ist so ein Beispiel. In solchen Szenarien war das AU aber eher ein Setting, das neben der Handlung als schmückendes Beiwerk diente. Beim Steampunk übernimmt die Alternativwelt allerdings die Hauptrolle, was den oft extrem detailverliebten Beschreibungen und Umsetzungen geschuldet ist. Steampunk inszeniert auch eher eine Märchenwelt als eine Gesellschaftsutopie

Das Phänomen Steampunk wurde von vielen Autoren bereits aufgegriffen, als das Wort noch gar nicht existierte. Steam=Dampfkraft darf hier nicht zu wörtlich genommen werden, es steht eigentlich für „Retro-Technologie“, so gibt es dann auch Diesel-Punk (1900-1930) oder Tesla-Punk ( fantastische Elektrotechnik). Und – wie sollte es auch anders sein Nazi-Punk, wo mit den angeblichen Wunderwaffen des 3. Reichs herumfantasiert wird, meistens zum Glück in satirischer Form.

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Technik-Utopie trifft Gothic – Steampunk Fairy ©scrano 2016 Lady model: mizzd-stock

Literatur:

Klassiker: Jules Verne, H.G.Wells, Mary Shelley, E.A.Poe, H.P.Lovecraft, sogar Mark Twain.

Modern: Philip K.Dick, Andre Norton, Frank Herbert, Terry Pratchett, Stephen King, Philip Pullman und viele andere, deren Alternativuniversen nicht nur technophile Utopien darstellen. Alle diese Autoren legen Wert auf elaborierte Darstellungen der „Dinge des täglichen Lebens“, mit den die Protagonisten den Alltag in ihrem exotischen AU meistern. Hervorzuheben ist hier vor allem Philip K. Dick „The Man in The High Castle“ und Philip Pullman’s „His Dark Materials“.

Viele Graphic Novels, selbst Manga spielen mit dem Thema. In der modernen Steampunk-Literatur haben die alten Klassiker manchmal sogar einen Auftritt als Romanfigur – H.G. Wells zum Beispiel. Bei den Wissenschaftlern avancierte besonders der exzentrische Nicola Tesla zum Kult-Heros der Szene. Da hätte ich doch einen Vorschlag: Wie wäre es mit Sir Isaac Newton, Genie, Physiker und Alchemist? Traut sich einer ?

Film und TV:

  • Der Goldene Kompass, nach Philip Pullman’s „His Dark Materials“
  • Dune, obwohl SciFi hat einen gewissen Retro-Charme, was Technologie anbelangt, dazu noch das Element des Schamanismus
  • Sky Captain and the World of Tomorrow (Diesel Punk – Nazi Punk)
  • Time Machine, ich liebe die Version von 1960, aber die Sets in der neuen Verfilmung sind einfach Klasse
  • Wild Wild West, Kinoversion einer TV-Serie aus den 1970igern
  • Legend – eine TV-Serie, die es leider nicht in unser TV geschafft hat – Steampunk, Western Style, lustig und mit MacGyver & Q!
  • Iron Sky – Nazi Punk, völlig überdrehte Satire
  • Liga der ausserordentlichen Gentlemen, nach einer Graphic Novel
  • Warehouse 13, TV-Serie mit jeder Menge Steampunk-Artefakten und einer weiblichen H.G.Wells!
  • Sherlock Holmes – Kinoversion mit Robert Downey, Jude Law
  • Tomb Raider – Erster Teil der Lara Croft Videogame Verfilmung
  • Dr.WHO – the one and only … Geniestreich der BBC
  • Prestige – Meister der Magie, wo Nicola Tesla einen unvergesslichen Auftritt hat

Videospiele sind auch auf Steampunk abonniert: Bei so einem Angebot an AU – wäre auch verwunderlich, wenn nicht.

Kunst:

  • Digital Art als Malerei und Mixed Media gibt es jede Menge im Kunstportal deviantart.
  • Skulpturen, die oft sehr aufwendig gestaltet sind und Retro-Technik simulieren, auch Grossplastiken.
  • Retro-Design für moderne Technik, wie bei Computern.
  • Natürlich Schmuck und Mode, für die Fan-Szene, die sich in dem wohl aufwendigstem Cosplay ergeht, das jenseits des Trekkie-Versums existiert.
  • Neo-Logismen, die wissenschaftliche Begriffe durch mystisch eingefärbte ersetzen: Anabaric für elektrisch, Differenzmaschine für Computer, Marconiphone für Handys oder der Wiedereinführung des Äthers als eine Art Weltraum-Medium.

Wie man sieht, ist Steampunk nicht so sehr die Verherrlichung der Technik, wie in den oft naiven Space Operas – und dem jüngsten Utopia-Kinderfilm von George Clooney (hey – Kaffee in Alukapseln ist eine Umweltsauerei, Du Heuchler) – A World Beyond. Hier werden die alten Techno-Heroen wieder einmal missbräuchlich zitiert.

Gerade indem Steampunk auf Verne, Wells und Shelley zurückgeht – mit Einlassungen von Poe und Lovecraft, ist es durchaus eher techno-skeptisch und wenig future-euphoric. Nicht umsonst stzt es sich zusammen aus Steam (oder einem anderen Schlüsselwort für eine technologische Ära) und Punk (entwertet, Schrott). Dies zeigt schon eine ironisierende Haltung zu der Thematik, dazu kommt noch ein postapokalytischer Touch. Es sollte daher vielleicht heissen: Nemo und Kirk treffen Mad Max …? schliesslich hatten H.G.Wells und Jules Verne*** durchaus düstere Vorstellungen von der Zukunft der Menschheit – da hilft auch kein Art Deco oder Victorian Gothic Schick als Puderzucker.
Jules Verne’s eher kritische und fortschritts-skeptische Anmerkungen in seinen bekannten Romanen wurden von seinem Verleger allesamt zensiert. Erst spät fand man in seinem Nachlass entsprechende Zeugnisse, unter anderem den sehr düsteren Roman: „Paris im 20. Jahrhundert.“

H.G. Wells berühmtes Werk „Time Machine“ ist eigentlich eine sehr böse Satire auf die Klassengesellschaft im viktorianischen England. Sein Gesamtwerk ist sehr politisch, in vieler Hinsicht ähnelt er damit Mark Twain.

Warum also dieser Steampunk-Hype, trotz der morbiden Tendenzen? Wie bereits gesagt, eine Märchenwelt – wie Harry Potter für Kids, eben für Erwachsene. Fin de Siecle Dekadenz hatte schliesslich Stil und Eleganz, daher wirkt dieses ästhetische Konzept zusammen mit Art Deco oder Jugendstil auch in unsere Zeit hinein. Und es gab noch etwas Aufregendes, Romantisches und Sehnsuchtsvolles in der viktorianischen Epoche, trotz aller Schwanengesänge. Ein bisschen Apokalypse ist auch ganz schön – wenn man sie durch eine coole Steampunk-Brille betrachtet!

Also auf zu Abenteuer, Romantik und schräger Wissenschaft, wie es in einem Fan-Magazin heisst.

Nerdific: Dr. WHO …?

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Vom Blechspielzeug zum Kunstobjekt: Wie ein vom Celestial Toymaker aus dem Dr.WHO-Universum gebasteltes TinkerToy – vielleicht in einem Schwarzen Loch geformt? Fraktal „Tinker Toy“ ©scrano 2014

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Spin-Doctor?

Klicke auf Tardis und starte deine Reise auf den Spuren der erstaunlichen britischen SciFi Serie durch die Zeiten! Seit 30 Jahren schon bekennender Dr.WHO Fan:

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Dr. WHO’s Nemesis: Daleks

Über 50 Jahre faszinieren  die einfallsreichen Kreationen der Autoren des BBC-SciFi Kults die Zuschauer bereits:

Daleks, Cybermen, Telefonzellen-Zeitmaschine Tardis, Timelords, Sonic Screw driver und schräger britischer Humor, wer kann da schon nein sagen … Monty Python im All, nur noch skurrilere Einfälle und seit 1990 auch viel bessere Spezial-Effekte dank GGI. Mittlerweile erfreut uns die 12. Inkarnation bzw. Regeneration des ewigen Zeitreisenden von Gallifrey mit seinen exzentrischen Abenteuern. Immer begleitet von einer ebenso unerschrockenen Mitstreiterin von der Erde (aus Great Britain, of course). Weltuntergang? Kein Problem – ich bin der Doktor! Dr … WHO ?

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Animations: ©sevenoaksart