Trick or Treat …?

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Halloween Greetings ©scrano 2017

Halloween steht ja vor der Tür, damit es aber nur Süsses gibt, kein Kater droht und nicht in den sauren Apfel gebissen werden muss:

  • Qualitätsmanagementsystem up to date?
  • Schon mal an SPC oder FMEA gedacht?
  • Was so in Datengräbern schlummert:
    • Statistikkenntnisse aufpolieren ?
    • Datenbanklösung aktualisieren?

Zu allen diesen Fragestellungen haben wir etwas anzubieten … wir besuchen Sie auch gerne an ihrem Stand auf der Produktronica ’17 in München.

Dann also: Trick or Treat, und lassen Sie sich den Apfel schmecken.

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Fractal Apple Core ©scrano 2013

Thanks for stocks:
Federn-effektpinsel:fallnbrushes,
kitty:csyyt,
candle:darklingstock

Fraktal „Halloween Mandala“ by scrano

PVD: Wie erreicht man Schichthomogenität?

Schichthomogenität, die sogenannte „uniformity“ ist unerlässlich für alle Anwendungen von PVD.

Ziel einer guten „uniformity“ ist es, auf einem Substrat nur geringfügige Schwankungen bezüglich der Schichtdicke bzw. des Schichtwiderstandes oder auch optischer Parameter zu erhalten.

Eine einfache einzusehende Voraussetzung ist es, dass das Target größer ist als das zu besputternde Substrat. Bei einem z.B. 6 “ Substrat sollte das Target eine Größe von 8 “ haben. Der Grund dafür sind Randeffekte beim Abtrag durch die Sputtergasionen und die Raumwinkeleigenschaften des erodierten Materials in Bezug auf das Substrat. Hier spielt auch die Anordnung der Magnete im Targethalter bei einer Magnetron-PVD-Anlage eine Rolle. Der Einsatz eines Substrathalters für mehrere Substrate, z.B. einer beweglichen Palette oder eines Drehtellers, hat ebenfalls eine sehr grosse Auswirkung auf die angestrebte Schichthomogenität.

Die Uniformity hängt von vielen weiteren Prozessparametern ab:

  • Abstand Targetoberfläche zu Substratoberfläche
  • Gasfluß (z.B.: Argon)
  • Prozessdruck
  • Leistung
  • Verweildauer von Substraten unter dem Target bei beweglichen Substrathaltern
  • Prozesszeit: Zu kurze Abscheidezeiten begünstigen Inhomogenitäten
  • festes oder variables Magnetfeld bei Magnetrontargets
  • Bias – (schon wieder der … Joker und Alptraum von Beschichtern, das gibt einen extra Artikel)

Bei beweglichen Substrathaltern für sogenannte Batch-Anlagen, wie sie in der Produktion eingesetzt werden, müssen vor allem für Drehteller einige Korrekturen vorgenommen werden:

Die Schichtdicke weist wegen der radial abhängigen Deposition einen Gradienten auf, auch andere Parameter können betroffen sein, z.B. bei reaktiver Abscheidung von optischen Schichten auch der Brechungsindex etc.

Abhilfe schafft eine Blende vor dem Target, welche diese Abhängigkeit kompensiert. Diese ist für jedes Targetmaterial resp. dazugehörigen Prozessparametern  individuell anzufertigen und zu kennzeichnen – Verwechslung, z.B. nach Reinigung, führt zu Qualitätsproblemen.

Da die Form etwas anspruchsvoll ist, muss der Blendenauschnitt berechnet werden:

Als erstes ist die Schichtdickenverteilung auf dem Substrat ohne Blende aufzunehmen und zu dokumentieren. Dies kann durch die Belegung mit Schwingquarzen geschehen, die eine sehr genaue Dickenmessung zulassen. Diese Daten stellen den Input eines speziell dafür ausgelegten Algorithmus dar, der zunächst in erster Näherung eine Ausschnittsform berechnet. Nun erfolgt eine zweite Abscheidung mit der Roh-Blende, und identischen Prozessparametern, wie bei der ersten Abscheidung. Anhand der Basisform der Blende und der neuen Verteilung der Schichtdicken lässt sich nun berechnen, wie die Blende weiterbearbeitet werden muss, damit eine noch gleichmässigere Abscheidung zustande kommt. Durch mehrere solche Durchläufe iteriert man sich schliesslich zum optimalen Blendenausschnitt.

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Schichtdicke ohne Blende
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Schichtdicke mit Blende

Das Target sollte für solche Korrekturmassnahmen gut konditioniert und nicht schon am Ende seiner Lifetime angekommen sein. Ideal wäre es, wenn alle Korrektur-Runs in kurzem Zeitabstand hintereinander standfinden würden, so dass der unterschiedliche Abbrand des Target zu vernachlässigen ist.

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Die spezielle Form der Blende, am unteren Rand schmale, und auf der gegenüberliegenden Seite große Öffnung, ist bedingt durch die Rotation der Substrate unter dem Target (radial abhängige Geschwindigkeit). Die schmale Aussparung zeigt zur Achse des Drehtellers, wo die Winkelgeschwindigkeit geringer ist, als am äusseren Rand und mehr Material abgeschieden wird.

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Wie wir gesehen haben, ist eine Uniformityblende von großem Nutzen, um die Schichthomogenität zu optimieren. Doch wie immer, gibt es auch Schattenseiten. Über die Zahl der Abscheidungen wächst das Material auf der Blende stetig an, und führt dazu, dass es, wenn es zu dick geworden ist, und ggf. auch noch hohen mechanischen Stress in sich trägt, abplatzt und zu einer Partikelquelle wird.

Neben den Radialblenden gibt es noch sogenannte Kollimatoren, die dazu dienen, dass erodiertes Target-Material nur aus einem bestimmten Raumwinkel zur Abscheidung  auf das Substrat gelangt. Kollimatoren sind nützlich zum Verfüllen von Löchern oder Gräben, ohne dass an deren Seitenwänden ein übermässiges Schichtwachstum entsteht. Eine Variante besteht aus einer Art Röhre mit darin befindlichen Wabenstrukturen. Auch bei ihnen besteht die Gefahr der Partikelgenerierung, sie müssen daher, wie Radialblenden entweder  mit einer spannungsausgleichenden Haftschicht überzogen oder sehr häufig gereinigt werden.

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Fractalirium: Spiral Dance

Alle Fraktalgraphiken und Bilder: ©scrano. Sie sind als Poster oder Kalender erhältlich. Anfragen bitte via email an unsere Adresse.

Fractalirium: Alles Jeck … oder was?

Von den tollen Tagen geht es in die Fastenwochen vor Ostern – vielleicht ein kurzer Moment des Innehaltens gefällig ? In unserer Zeit mit all der absurden Spass-Orientierung glaubt man fast, dass andauernd Karneval wäre. Da sind die Aschermittwochs wichtiger denn je – aber Nüchternheit ist ja leider aus der Mode gekommen.

Titelbild: Cracker Jack @scrano 2016

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Karnvalsgeist @scrano 2014
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Booo …! @scrano 2015

Und schliesslich am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei …

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Wasser des Lethe @scrano 2014
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Memento Mori @scrano 2013

 

 

Fractalirium: Die vielfältige Welt der Julian Discs

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Der grosse Uhrmacher ©scrano 2015

Julian Disc Formen werden mit Flammenfraktal Generatoren wie Apophysis oder JWildfire erzeugt. Mit ihnen kann man coole Steampunk Designs gestalten, oder zauberhafte Feenwelten.

Alle Fraktalbilder: ©scrano. Sie sind als Poster oder Kalender erhältlich, Anfragen via email an unsere Adresse.

 

 

Waiting for Christmas …

Weihnachten nähert sich und das Jahr 2016 mit all seinen Konflikten neigt sich dem Ende zu … manche werden sagen „Gott sei Dank!“.

Nichts desto trotz wollen wir ein bisschen Weihnachtsglanz verbreiten, mit unseren fraktalen Grusskarten:

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Weihnachtsfraktal: Frohes Fest! ©scrano 2016
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Fraktaler Gruss: X-Mas tree in a snow globe ©scrano 2015
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Wintersonne ©scrano 2015

Free Download als persönliche Grusskarte – aber bitte mit Attribution (nennt Quelle/ Urheber – oder linkt zu unserer Seite).

Titelfraktal: „Winter Fir“ ©scrano 2014.

Steampunk Welten: Kapitän Nemo trifft Captain Kirk

Steampunk – das Wort haben viele schon gehört … vielleicht? Es handelt sich hier um eine komplette Subkultur, die eigentlich zurück auf Werke von utopischen Schriftstellern des frühen 19. Jhd. geht. Dazu kommt ein als magisch empfundenes Element, z.B. Alchemie oder Einflüsse aus der Horror-Literatur. Gemeinsam ist allem die Konstruktion einer Alternate Reality (AU). Dieses wurde schon in anderen Genres versucht, wie in der SciFi, wo meist eine fortschrittsorientierte, positiv aufgeladene Zukunftswelt vorgestellt wurde: Das Star Trek Universe ist so ein Beispiel. In solchen Szenarien war das AU aber eher ein Setting, das neben der Handlung als schmückendes Beiwerk diente. Beim Steampunk übernimmt die Alternativwelt allerdings die Hauptrolle, was den oft extrem detailverliebten Beschreibungen und Umsetzungen geschuldet ist. Steampunk inszeniert auch eher eine Märchenwelt als eine Gesellschaftsutopie

Das Phänomen Steampunk wurde von vielen Autoren bereits aufgegriffen, als das Wort noch gar nicht existierte. Steam=Dampfkraft darf hier nicht zu wörtlich genommen werden, es steht eigentlich für „Retro-Technologie“, so gibt es dann auch Diesel-Punk (1900-1930) oder Tesla-Punk ( fantastische Elektrotechnik). Und – wie sollte es auch anders sein Nazi-Punk, wo mit den angeblichen Wunderwaffen des 3. Reichs herumfantasiert wird, meistens zum Glück in satirischer Form.

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Technik-Utopie trifft Gothic – Steampunk Fairy ©scrano 2016
Referenzen: Steampunk circus girl by mizzd stock, books:jeanicebartzen27, wings:cocacolagirlie, dial:nieblastocks, candle: darklingstock;

Steampunk in der Literatur:

Klassiker: Jules Verne, H.G.Wells, Mary Shelley, E.A.Poe, H.P.Lovecraft, sogar Mark Twain.

Modern: Philip K.Dick, Andre Norton, Frank Herbert, Terry Pratchett, Stephen King, Philip Pullman und viele andere, deren Alternativuniversen nicht nur technophile Utopien darstellen. Alle diese Autoren legen Wert auf elaborierte Darstellungen der „Dinge des täglichen Lebens“, mit den die Protagonisten den Alltag in ihrem exotischen AU meistern. Hervorzuheben ist hier vor allem Philip K. Dick „The Man in The High Castle“ und Philip Pullman’s „His Dark Materials“.

Viele Graphic Novels, selbst Manga spielen mit dem Thema. In der modernen Steampunk-Literatur haben die alten Klassiker manchmal sogar einen Auftritt als Romanfigur – H.G. Wells zum Beispiel. Bei den Wissenschaftlern avancierte besonders der exzentrische Nicola Tesla zum Kult-Heros der Szene. Da hätte ich doch einen Vorschlag: Wie wäre es mit Sir Isaac Newton, Genie, Physiker und Alchemist? Traut sich einer ?

Film und TV:

  • Der Goldene Kompass, nach Philip Pullman’s „His Dark Materials“
  • Dune, obwohl SciFi hat einen gewissen Retro-Charme, was Technologie anbelangt, dazu noch das Element des Schamanismus
  • Sky Captain and the World of Tomorrow (Diesel Punk – Nazi Punk)
  • Time Machine, ich liebe die Version von 1960, aber die Sets in der neuen Verfilmung sind einfach Klasse
  • Wild Wild West, Kinoversion einer TV-Serie aus den 1970igern
  • Legend – eine TV-Serie, die es leider nicht in unser TV geschafft hat – Steampunk, Western Style, lustig und mit MacGyver & Q!
  • Iron Sky – Nazi Punk, völlig überdrehte Satire
  • Liga der ausserordentlichen Gentlemen, nach einer Graphic Novel
  • Warehouse 13, TV-Serie mit jeder Menge Steampunk-Artefakten und einer weiblichen H.G.Wells!
  • Sherlock Holmes – Kinoversion mit Robert Downey, Jude Law
  • Tomb Raider – Erster Teil der Lara Croft Videogame Verfilmung
  • Dr.WHO – the one and only … Geniestreich der BBC
  • Prestige – Meister der Magie, wo Nicola Tesla einen unvergesslichen Auftritt hat

Videospiele sind auch auf Steampunk abonniert: Bei so einem Angebot an AU – wäre auch verwunderlich, wenn nicht.

Kunst:

  • Digital Art als Malerei und Mixed Media gibt es jede Menge im Kunstportal deviantart.
  • Skulpturen, die oft sehr aufwendig gestaltet sind und Retro-Technik simulieren, auch Grossplastiken.
  • Retro-Design für moderne Technik, wie bei Computern.
  • Natürlich Schmuck und Mode, für die Fan-Szene, die sich in dem wohl aufwendigstem Cosplay ergeht, das jenseits des Trekkie-Versums existiert.
  • Neo-Logismen, die wissenschaftliche Begriffe durch mystisch eingefärbte ersetzen: Anabaric für elektrisch, Differenzmaschine für Computer, Marconiphone für Mobile Phones (sollte besser Teslaphone heissen) oder der Wiedereinführung des Äthers als eine Art Weltraum-Medium.

Wie man sieht, ist Steampunk nicht so sehr die Verherrlichung der Technik, wie in den oft naiven Space Operas – und dem jüngsten Utopia-Kinderfilm von George Clooney (hey – Kaffee in Alukapseln ist eine Umweltsauerei, Du Heuchler) – A World Beyond. Hier werden die alten Techno-Heroen wieder einmal missbräuchlich zitiert.

Gerade indem Steampunk auf Verne, Wells und Shelley zurückgeht – mit Einlassungen von Poe und Lovecraft, ist es durchaus eher techno-skeptisch und wenig future-euphoric. Nicht umsonst stzt es sich zusammen aus Steam (oder einem anderen Schlüsselwort für eine technologische Ära) und Punk (entwertet, Schrott). Dies zeigt schon eine ironisierende Haltung zu der Thematik, dazu kommt noch ein postapokalytischer Touch. Es sollte daher vielleicht heissen: Nemo und Kirk treffen Mad Max …? schliesslich hatten H.G.Wells und Jules Verne*** durchaus düstere Vorstellungen von der Zukunft der Menschheit – da hilft auch kein Art Deco oder Victorian Gothic Schick als Puderzucker.
Jules Verne’s eher kritische und fortschritts-skeptische Anmerkungen in seinen bekannten Romanen wurden von seinem Verleger allesamt zensiert. Erst spät fand man in seinem Nachlass entsprechende Zeugnisse, unter anderem den sehr düsteren Roman: „Paris im 20. Jahrhundert.“

H.G. Wells berühmtes Werk „Time Machine“ ist eigentlich eine sehr böse Satire auf die Klassengesellschaft im viktorianischen England. Sein Gesamtwerk ist sehr politisch, in vieler Hinsicht ähnelt er damit Mark Twain.

Warum also dieser Steampunk-Hype, trotz der morbiden Tendenzen? Wie bereits gesagt, eine Märchenwelt – wie Harry Potter für Kids, eben für Erwachsene. Fin de Siecle Dekadenz hatte schliesslich Stil und Eleganz, daher wirkt dieses ästhetische Konzept zusammen mit Art Deco oder Jugendstil auch in unsere Zeit hinein. Und es gab noch etwas Aufregendes, Romantisches und Sehnsuchtsvolles in der viktorianischen Epoche, trotz aller Schwanengesänge. Ein bisschen Apokalypse ist auch ganz schön – wenn man sie durch eine coole Steampunk-Brille betrachtet!

Also auf zu Abenteuer, Romantik und schräger Wissenschaft, wie es in einem Fan-Magazin heisst.

Trick or Treat …?

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Halloween Greetings ©scrano 2016

Halloween steht ja vor der Tür, damit es aber nur Süsses gibt, und nicht in den sauren Apfel gebissen werden muss:

  • Qualitätsmanagementsystem up to date?
  • Schon mal an SPC oder FMEA gedacht?
  • Was so in Datengräbern schlummert:
    • Statistikkenntnisse aufpolieren ?
    • Datenbanklösung aktualisieren?

Zu allen diesen Fragestellungen haben wir etwas anzubieten … wir besuchen Sie auch gerne an ihrem Stand auf der Electronica ’16 in München.

Dann also: Trick or Treat, und lassen Sie sich den Apfel schmecken.

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Fractal Apple Core ©scrano 2013

Thanks for stocks  for „Happy Halloween“:

Altersdiskriminierung – nein danke!

Vor allem auch an den Universitäten macht sich Altersdiskriminierung breit – dabei haben ältere Semester nachweislich höheren Studienerfolg und das Märchen vom Jung-Genius in den MINT-Fächern ist schon lange überholt, selbst in Mathematik. Eine nette „urban legend“, mehr nicht. Die gab es vielleicht mal in UNSERER Generation, weil wir als Studenten nicht mit allen Mitteln der Zeitvertreibsgesellschaft ausgerüstet waren und noch TATSÄCHLICH in der Garage bastelten. Und auch meistens nur in den USA, da man es dort mit einer von selbsternannten Eliten beherrschten formalen Ausbildung nicht so ernst nahm.

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Doch zurück zum Grauwerden: Wie das Rätsel der Sphinx es ausdrückt – jeder muss sich mit dem Alterungsprozess abfinden – dann ist Schluss mit rosa Brille, Licht und Liebe und sonstigem Eskapismus-Torheiten. Da hilft auch kein Pseudo-Schamanentrip mit Ayahuasca-Session in irgend einem verlausten Dschungelcamp. Auch Botox und das Festtackern der Gesichtshaut hinter den Ohren sind irgendwann überstrapaziert. Und bei Brüsten, liebe Mit-Genossinnen, ist die Schwerkraft nun einmal unerbittlich. Die Realität holt jeden ein – davor kann man auch nicht in virtuelle Welten flüchten, trotz der Flut von sinnlosen Zerstreuungsmöglichkeiten, die es gerade bei den elektronischen Medien gibt, und mit denen uns ein rosa Schleier über die traurige Wirklichkeit gebreitet wird. Den Gipfel des Ablenkungs-Schwachsinns stellt gegenwärtig der Pokemon-Go Hype dar – jetzt müssen Unternehmen schon MA anweisen, in Gefahrenzonen das Fangen virtueller Monster zu unterlassen! Was für eine Welt von ERWACHSENEN haben wir da mit unseren gut gemeinten, aber mittlerweile als fragwürdig geltenden, libertären Erziehungsmodellen geschaffen? Wenn früher jemand unsichtbare Ungeheuer fangen wollte, hat man ihn in eine Zwangsjacke gesteckt – und das vollständig zu recht!

Wehrt Euch, liebe Silberfüchse- und Innen, wir sind bald in der Mehrheit – dann lassen wir uns nicht mehr gängeln oder abschieben! Statt Spassgesellschaft mit dem Augenmerk auf „work-life“ Balance soll wieder Einsicht, Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein über Ego-Posieren und dreiste Spiegelfechterei siegen! Bekämpfen wir den Jugendwahn! Die Welt ist kein Spielzimmer.

Lieber Anstand und Verstand als einen kulturellen und sozialen Notstand, wie wir ihn gerade erleben!

Ein Nachtrag:

Zum Thema Personalien bei Bewerbungen und dem Argument, dass aus Gründen der Vermeidung von Diskriminierung das Geburtsdatum (bei einigen wenigen Jobportalen) nicht mehr angegeben weren muss:

Ist doch totaler Unsinn, da im CV eine CHRONOLOGISCHE Aufstellung mit Datum des z.B. Hochschulabschlusses erwartet wird – also was soll’s. Schmäh, Zynismus und Hohn.

Neueste Blüte: Schulungsmassnahmen für ältere hochqualifizerte Arbeitslose.

  • Vielleicht kann man ja bei dem hier eine Fortbildungsmassnahme buchen … zumindest keine Spur von Thanatophobie, wie sonst in der Gesellschaft.
  • Selbst bei LinkedIn hat man was gemerkt.
  • Und der VDI warnt schon länger.
  • Noteninflation: Die Studierenden haben es einfach nicht mehr drauf – deshalb werden selbst die grössten Nieten noch mit Bestnoten bedacht – wollen Sie wirklich so jemanden Projekte anvertrauen?
  • Die immer kläglicher ausfallenden Resultate sprechen für sich – da muss dann eben mit Software getrickst werden, wenn die jugendlich-nassforschen Ingenieure bei der Motorentwicklung versagen.
  • Aber für so gesellschaftsrelevante Berufe wie
    • Social Media Manager – im Ernst ?
    • oder SEO-Optimierer – das Glanzstück – reicht es dann vielleicht noch.
  • Dass viele der Unternehmen mit ihren Anzeigen, in denen vom „jungen Team“ geschwärmt wird, oder deren Aufmachung (das ach so trauliche „Du“) bestimmte Zielgruppen anspricht und auch bewusst welche ausgrenzt, sogar einen Rechtsverstoss begehen, sollte auch viel stärker bewusst gemacht werden.
  • Wehrt Euch, ältere Semester, notfalls mit Klagen! Die Beweislast liegt bei den  diskriminierenden Unternehmen – ganz richtig.

Und noch ein rosa BonBon zum Schluss:

Wer von Euch OverSexties hat ein Mobile Phone – Handy sagen nur dumme Gören und Mainstream-Moderatoren mit IQ unter null – zuhause?

Da dürfte wohl das Angebot der magentafarbigen Dele…geh Firma interessant sein: Jede Menge günstige Tarife nur für JUNGE LEUTE, KEIN! einziges solches Paket für Renter oder Senioren. Da wir für den „hippen“ Laden wohl nicht existieren, sollten wir diesen Gefallen ruhig zurück erweisen. Bilder der glücklichen Kundengemeinde sprechen wieder einmal Bände.

Schämt Euch! Ab ins nächste Mauseloch, Ihr Jugendwahnsinnigen.