Altersdiskriminierung – nein danke!

Vor allem auch an den Universitäten macht sich Altersdiskriminierung breit – dabei haben ältere Semester nachweislich höheren Studienerfolg und das Märchen vom Jung-Genius in den MINT-Fächern ist schon lange überholt, selbst in Mathematik. Eine nette „urban legend“, mehr nicht. Die gab es vielleicht mal in UNSERER Generation, weil wir als Studenten nicht mit allen Mitteln der Zeitvertreibsgesellschaft ausgerüstet waren und noch TATSÄCHLICH in der Garage bastelten. Und auch meistens nur in den USA, da man es dort mit einer von selbsternannten Eliten beherrschten formalen Ausbildung nicht so ernst nahm.

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Doch zurück zum Grauwerden: Wie das Rätsel der Sphinx es ausdrückt – jeder muss sich mit dem Alterungsprozess abfinden – dann ist Schluss mit rosa Brille, Licht und Liebe und sonstigem Eskapismus-Torheiten. Da hilft auch kein Pseudo-Schamanentrip mit Ayahuasca-Session in irgend einem verlausten Dschungelcamp. Auch Botox und das Festtackern der Gesichtshaut hinter den Ohren sind irgendwann überstrapaziert. Und bei Brüsten, liebe Mit-Genossinnen, ist die Schwerkraft nun einmal unerbittlich. Die Realität holt jeden ein – davor kann man auch nicht in virtuelle Welten flüchten, trotz der Flut von sinnlosen Zerstreuungsmöglichkeiten, die es gerade bei den elektronischen Medien gibt, und mit denen uns ein rosa Schleier über die traurige Wirklichkeit gebreitet wird. Den Gipfel des Ablenkungs-Schwachsinns stellt gegenwärtig der Pokemon-Go Hype dar – jetzt müssen Unternehmen schon MA anweisen, in Gefahrenzonen das Fangen virtueller Monster zu unterlassen! Was für eine Welt von ERWACHSENEN haben wir da mit unseren gut gemeinten, aber mittlerweile als fragwürdig geltenden, libertären Erziehungsmodellen geschaffen? Wenn früher jemand unsichtbare Ungeheuer fangen wollte, hat man ihn in eine Zwangsjacke gesteckt – und das vollständig zu recht!

Wehrt Euch, liebe Silberfüchse- und Innen, wir sind bald in der Mehrheit – dann lassen wir uns nicht mehr gängeln oder abschieben! Statt Spassgesellschaft mit dem Augenmerk auf „work-life“ Balance soll wieder Einsicht, Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein über Ego-Posieren und dreiste Spiegelfechterei siegen! Bekämpfen wir den Jugendwahn! Die Welt ist kein Spielzimmer.

Lieber Anstand und Verstand als einen kulturellen und sozialen Notstand, wie wir ihn gerade erleben!

Ein Nachtrag:

Zum Thema Personalien bei Bewerbungen und dem Argument, dass aus Gründen der Vermeidung von Diskriminierung das Geburtsdatum (bei einigen wenigen Jobportalen) nicht mehr angegeben weren muss:

Ist doch totaler Unsinn, da im CV eine CHRONOLOGISCHE Aufstellung mit Datum des z.B. Hochschulabschlusses erwartet wird – also was soll’s. Schmäh, Zynismus und Hohn.

Neueste Blüte: Schulungsmassnahmen für ältere hochqualifizerte Arbeitslose.

  • Vielleicht kann man ja bei dem hier eine Fortbildungsmassnahme buchen … zumindest keine Spur von Thanatophobie, wie sonst in der Gesellschaft.
  • Selbst bei LinkedIn hat man was gemerkt.
  • Und der VDI warnt schon länger.
  • Noteninflation: Die Studierenden haben es einfach nicht mehr drauf – deshalb werden selbst die grössten Nieten noch mit Bestnoten bedacht – wollen Sie wirklich so jemanden Projekte anvertrauen?
  • Die immer kläglicher ausfallenden Resultate sprechen für sich – da muss dann eben mit Software getrickst werden, wenn die jugendlich-nassforschen Ingenieure bei der Motorentwicklung versagen.
  • Aber für so gesellschaftrelevante Berufe wie
    • Social Media Manager – im Ernst ?
    • oder SEO-Optimierer – das Glanzstück – reicht es dann vielleicht noch.
  • Dass viele der Unternehmen mit ihren Anzeigen, in denen vom „jungen Team“ geschwärmt wird, oder deren Aufmachung (das ach so trauliche „Du“) bestimmte Zielgruppen anspricht und auch bewusst welche ausgrenzt, sogar einen Rechtsverstoss begehen, sollte auch viel stärker bewusst gemacht werden.
  • Wehrt Euch, ältere Semester, notfalls mit Klagen! Die Beweislast liegt bei den  diskriminierenden Unternehmen – ganz richtig.

 

Abkühlung an den Hundstagen: Electric Blue und Lizard Love

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Abkühlung während der Hundstage: Electric Blue – 3D Raytracing Art. ©scrano 2016

Sehen Sie immer wieder gern was Neues an der Wand? Fehlt noch ein Hingucker für Office, Praxis und Heim ?

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Lizard Love – fraktales Yin/Yang mit ein bischen Escher-Feeling. ©scrano 2015

Nerdific: Dr. WHO …?

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Vom Blechspielzeug zum Kunstobjekt: Wie ein vom Celestial Toymaker aus dem Dr.WHO-Universum gebasteltes TinkerToy – vielleicht in einem Schwarzen Loch geformt? Fraktal „Tinker Toy“ ©scrano 2014

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Spin-Doctor?

Klicke auf Tardis und starte deine Reise auf den Spuren der erstaunlichen britischen SciFi Serie durch die Zeiten! Seit 30 Jahren schon bekennender Dr.WHO Fan:

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Dr. WHO’s Nemesis: Daleks

Über 50 Jahre faszinieren  die einfallsreichen Kreationen der Autoren des BBC-SciFi Kults die Zuschauer bereits:

Daleks, Cybermen, Telefonzellen-Zeitmaschine Tardis, Timelords, Sonic Screw driver und schräger britischer Humor, wer kann da schon nein sagen … Monty Python im All, nur noch skurrilere Einfälle und seit 1990 auch viel bessere Spezial-Effekte dank GGI. Mittlerweile erfreut uns die 12. Inkarnation bzw. Regeneration des ewigen Zeitreisenden von Gallifrey mit seinen exzentrischen Abenteuern. Immer begleitet von einer ebenso unerschrockenen Mitstreiterin von der Erde (aus Great Britain, of course). Weltuntergang? Kein Problem – ich bin der Doktor! Dr … WHO ?

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